10. Juli 2026

Der Inklusionsbeirat der Stadt Bassum hat am 27. Mai 2026 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung eine „Tour de Bassum“ durchgeführt. Ziel war es, die Barrierefreiheit in Teilen der Bassumer Innenstadt genauer in den Blick zu nehmen.

Geprüft wurden vor allem die Sulinger Straße, die Kirchstraße und die Bremer Straße. Mit dabei waren Mitglieder des Inklusionsbeirats, Vertreter der Stadtverwaltung sowie Pressevertreter der Kreiszeitung und des Syker-Kuriers.

Bei der Tour wurde deutlich: An mehreren Stellen gibt es Hindernisse, die für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder anderen Bewegungseinschränkungen problematisch sein können. Auch Stolperstellen und rutschige Oberflächen wurden dokumentiert.

Besonders häufig fiel Kopfsteinpflaster auf. Bei Nässe kann es rutschig werden, außerdem können abgesackte oder angehobene Steine zu Stolperfallen werden. Der Inklusionsbeirat regt deshalb an, möglichst auf Kopfsteinpflaster zu verzichten oder zumindest barriereärmere Bereiche für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer sowie bewegungseingeschränkte Menschen zu schaffen.

In der Sulinger Straße wurden unter anderem beschädigte Pflasterbereiche, angehobene Pflastersteine und schadhafte Naturpflasterflächen festgestellt. Diese Stellen können für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator schwer passierbar sein. Als Lösung wurden eine zeitnahe Sanierung und das Wiederherstellen eines ebenen Straßenniveaus vorgeschlagen.

Auch in der Kirchstraße gab es mehrere Auffälligkeiten. Vor dem griechischen Restaurant können parkende Fahrzeuge den Gehweg so stark einengen, dass Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer nicht mehr vorbeikommen. Außerdem wurden Stolperstellen durch einen eingelassenen Fahrradständer, Löcher im Fußweg, angehobene Pflastersteine und fehlende Absenkungen festgestellt. Gerade an der Ecke Am Kirchhof fehlt eine Absenkung, damit Rollstuhl- und Rollatorfahrerinnen und -fahrer die Straße besser queren können.

An der Fußgängerampel in der Bremer Straße bei Brokate sieht der Inklusionsbeirat ebenfalls Handlungsbedarf. Unter anderem fehlen dort taktile Leitstreifen. Die Stelle sollte nach Einschätzung des Beirats grundsätzlich neu geplant werden.

Positiv fiel der Bereich Bahnhofstraße, von der Einmündung Sulinger Straße bis zum Lindenmarkt, auf. Dort wurden keine Mängel festgestellt.

Zum Abschluss der Tour erklärte Juri Gellert von der Stadtverwaltung, dass bei neuen Hochbau- und Tiefbauvorhaben Barrierearmut strikt beachtet werde.

Die Tour de Bassum hat gezeigt, wie wichtig der direkte Blick vor Ort ist. Viele Hindernisse fallen erst dann richtig auf, wenn Wege aus der Perspektive von Menschen mit Beeinträchtigungen betrachtet werden. Der Inklusionsbeirat wird die festgestellten Punkte an die Stadtverwaltung weitergeben und sich weiter dafür einsetzen, dass Bassum Schritt für Schritt barriereärmer wird.

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